Sie betrachten gerade Sonnenhof bei Lindenstruth erhält die Auszeichnung zum Schwalbenfreundlichen Haus
Carmen Grieb vom Sonnenhof bei der Auszeichnung zum Schwalbenfreundlichen Haus; © NABU KV-Gießen

Pressemitteilung vom 10.09.2026

Vor kurzem wurde der Sonnenhof bei Lindenstruth vom NABU-Kreisverband, vertreten durch seinen Vorstandssprecher Dr. Achim Zedler, zum Schwalbenfreundlichen Haus ausgezeichnet. Die Betreiberin des Hofs, Carmen Gribe konnte davon berichten, dass 25 Brutpaare der Rauchschwalbe dieses Jahr auf ihrem Hof gebrütet haben, teilweise mit mehreren Bruten. Dr. Zedler lobte, dass die Schwalben hier toleriert werden und überzeugte sich davon, dass sie viele neue Nester aus Lehm gebaut hatten. Das sei ein Glücksfall, da heutzutage die Flächen so stark versiegelt sind, dass sie kaum noch genügend Lehm zum Bauen finden. Rauchschwalben werden auch Stallschwalben genannt, da sie als Brutplatz gerne Ställe mit Weidetierhaltungen bevorzugen, wohingegen Mehlschwalben als ehemalige Felsenbrüter Häuser als „Felsenersatz“ angenommen haben. Leider gibt es heutzutage immer weniger Menschen, die Schwalben an ihren Häusern dulden, insbesondere weil sie den Untergrund und die Hauswände bekoten können. Doch dagegen können Schwalbenbretter unter den Nestern angebracht werden. Bei den Rauchschwalben befürchten viele Viehhalter, dass diese Krankheiten übertragen können, was aber nicht stimmt. Vielmehr vertilgen sie eine Unmenge an Insekten, was dann auch den Weidetieren zugutekommt.

Dr. Zedler dankte Carmen Grieb für ihr Engagement und überreichte ihr eine Urkunde, eine Plakette und weitere Infomaterialeien zu Schwalben vom NABU. Die Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ wird vom NABU-Bundesverband initiiert. Bewerben können sich Personen, die Schwalben an ihren Häusern oder Ställen haben oder etwas für die bedrohten Schwalben tun.